Ihr Ratgeber zum Bachelor of Laws Studium
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Frühzeitige Spezialisierung auf das Wirtschaftrecht

Das Jurastudium mit dem Bachelor of Laws abzuschließen ist gleichbedeutend mit der Entscheidung für eine Alternative zur Tätigkeit als Volljurist. Die angebotenen Studiengänge bauen konzeptionell großenteils auf das frühere Studium "Wirtschaftsrecht" auf und in manchen Fällen firmieren auch die neuen Studiengänge unter diesem Namen. Mit dieser Genese sind vor allem drei inhaltliche Komplexe festgelegt:

Operationale Kenntnisse aus den Wirtschaftswissenschaften

  • Rechnungswesen
  • Finanzierung und Investition
  • Forderungsmanagement
  • Wirtschaftsinformatik
  • Marketing
  • Makroökonomie
  • Grundlagen der Betriebs- sowie der Volkswirtschaftslehre

Verständnis des Rechtssystems

  • Rechtssystematik
  • Staats- und Verfassungsrecht
  • Internationales Recht

Grundkenntnisse der wirtschaftsrelevanten Rechtsbereiche

  • Handelsrecht
  • Bürgerliches Recht
  • Arbeitsrecht
  • Verwaltungsrecht
  • Steuerrecht
  • Gesellschafts- und Unternehmensrecht
  • Wettbewerbsrecht

Gestaltungsoptionen im modularen Studium

Einige Studienangebote erlauben trotz eines stringenten Studienaufbaus eine partielle Flexibilität bei der Reihenfolge, in der die einzelnen wirtschaftswissenschaftlichen und juristischen Module belegt werden müssen. Wahlmodule in den letzten Studiensemestern geben Studierenden die Möglichkeit, sich zielgerichtet für künftige Tätigkeiten zu qualifizieren oder den Übergang in das Masterstudium vorzubereiten. Wahlmodule vertiefen vor allem betriebswirtschaftliche Themenbereiche wie

  • Finanzrechnung,
  • Marketing und
  • Personalwesen

oder schulen Fertigkeiten, die zu den allgemeinen Soft Skills gehören wie Zeit- und Projektmanagement oder Rhetorik.

Alternativ zu den rechtswissenschaftlichen Bachelorausbildungen, die aus den Studiengängen "Wirtschaftsrecht" entstanden sind, haben einige Hochschulen branchenspezifische Studienprogrammen für den Bachelor of Laws entwickelt. Abhängig von den individuellen Konzeptionen werden in diesen interdisziplinären Studienangeboten die allgemeinen ökonomischen und grundlegenden juristischen Themenkomplexe aus Bereichen wie

  • Sozialwesen und Sozialmanagement,
  • Sozialwirtschaft,
  • Versicherungswesen oder
  • Rechtsmanagement

vermittelt.

Spezialisierungen für internationale Tätigkeitsfelder

In einem Teil der Studiengänge zum Bachelor of Laws werden die wirtschaftlichen und juristischen Inhalte durch Regionalstudien und Sprachkenntnisse der jeweiligen Zielregionen ergänzt. Eine Entscheidung für diese Studiengänge (zum Beispiel "German and Polish Law" in Frankfurt/Oder oder "Comparative and European Law" in Oldenburg und Bremen) bedeutet eine frühzeitige Spezialisierung auf genau definierte Tätigkeitsfelder. Zusätzlich zu Kenntnissen internationaler Gesetzgebung und Rechtsprechung erwerben Studierende dieser regional ausgerichteten Studiengänge vertiefendes Wissen über historische und kulturelle Besonderheiten der jeweiligen Region sowie Merkmale der grenzüberschreitenden Beziehungen. Als Vorbereitung auf die Übernahme internationaler Aufgaben lernen Studierende das auf gute bis sehr gute Fremdsprachenkenntnisse aufbauende Fachvokabular für die sichere Bearbeitung juristischer Sachverhalte.

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